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von Michael Kann
Als ich mich im Alter von acht Jahren, also vor rund 30 Jahren, dazu
entschied eine Kampfsportart zur erlernen, da tat ich dies in erster Linie,
weil ich mich verteidigen lernen wollte. Dies Aufgrund verschiedener,
weniger positiver Erlebnisse - u.a. sexuellem Missbrauch im Kleinkindalter
und mehreren Körperverletzungen die ich bis zu diesem Zeitpunkt erlitten
hatte.
Mit den Jahren entdeckte ich in den Kampfkünsten und Kampfsportarten einen
persönlichen Lebensweg dem ich bis heute treu geblieben bin. Es reifte in
mir der Entschluss selbst zu unterrichten und vor allem, dem Individuum
Handwerkszeug an die Hand zu geben um nicht in ähnliche Situationen wie ich
zu geraten.
Leider wurde mir sehr schnell klar, dass dieses Unterfangen nicht all zu
leicht umsetzbar ist. Vor allem durch meine Kontakte zur Polizei, zu
Schulen, Lehrern, Kreisjugendring, Jugendamt, Kinderschutzbund, Weißen Ring
e.V. usw. bekam ich einen Einblick in die Misere in der sich viele Opfer
befinden. Eine neue Idee war geboren, nämlich die, denjenigen die sich eben
nicht wehren konnten und zum Opfer wurden, über eine Benefiz-Veranstaltung
unter die Arme zu greifen. Diese Veranstaltung sollte ohne die Einwirkung
von Kampfkunst- und Kampfsportverbänden auf die Organisation stattfinden um
eine Einflussnahme dieser zu vermeiden.
In den Jahren 2000 und 2001, sprich bei den ersten beiden
Nikolaus-Budo-Lehrgängen, unterstützte ich mit meiner Arbeit die Aktionen
der UNICEF. Die UNICEF arbeitet seit 1946 für das Wohl der Kinder dieser
Welt. Mittlerweile ist UNICEF in 161 Ländern tätig. Die UNICEF unterstütze
ich, wie schon 2000 und 2001, als Privatperson, aus eigenem Antrieb weiter,
da ich ihre Arbeit als sehr wichtig empfinde. Wer die UNICEF ebenfalls
unterstützen will, der kann sich hier www.unicef.de die nötigen
Informationen besorgen.
Seit 2002 unterstützen ich nun den Weißen Ring e.V. - "die Deutsche
Gewaltopfer Hilfe" - bei ihrer Bundesweiten Arbeit. Der
Nikolaus-Budo-Lehrgang will den Opfern von Gewalttaten helfen und diese
finanziell unterstützen. Mehr dazu auf dieser Seite und unter
www.weisser-ring.de.
Wie wir, dass Warriors Martial Arts Team e.V., mit u.a. dem Weißen Ring
e.V., dem Kreisjugend-Ring usw. im Bereich der Gewaltprävention
zusammenarbeiten, so hoffen wir, dass sich noch mehr Kampfkünstler und
Kampfsportler zu solchen Kooperationen bereit erklären. Es kann nicht genug
Unterstützer geben.
Desweiteren soll der Nikolaus-Budo-Lehrgang auch ein Dankeschön an die
Sportler und Aktiven darstellen. Ein Dankeschön für den Einsatz den sie Jahr
für Jahr bereit sind zu geben um die Kampfkünste und die Kampfsportarten mit
Leben zu erfüllen und am Leben zu halten.
Der Nikolaus-Budo-Lehrgang soll zeigen, dass es eben auch ohne
Kompetenzgerangel und Bürokratie funktioniert, abseits der Streitereien der
einzelnen Verbände um Macht und Vorrangstellung, Geld und Mitglieder,
Förderung und Anerkennung durch staatliche Stellen.
Der Nikolaus-Budo-Lehrgang soll auch dabei helfen, dass Image der
Kampfkünste und Kampfsportarten in der Öffentlichkeit zu verbessern. Der
Laie, aber eben nicht nur dieser, kann sich einen Eindruck von den einzelnen
anlässlich dieser Veranstaltung kostenlos unterrichteten Kampfkünste und
Kampfsportarten verschaffen. Das Bild der Kampfkünste und Kampfsportarten
soll dadurch zurechtgerückt werden.
Wir hoffen, dass immer mehr Sportler diese Benefiz-Veranstaltung mit
unterstützen werden. Sich immer mehr Referenten aus den Kampfkünsten und
Kampfsportarten dazu hinreißen lassen diese Aktion mit zu tragen.
Vielleicht finden sich auch Sponsoren die diese Aktion finanziell mit
unterstützen, dies wäre sehr wünschenswert da alleine die Werbekosten jedes
Jahr rund 2000 Euro ausmachen, die meine Frau und ich aus privater Tasche
tragen.
Ich als Organisator wünsche uns noch viele solche gemeinsamen
Veranstaltungen und möchte allen Helfern, den Referenten, den Teilnehmern
der vergangenen Veranstaltungen, der Stadt Forchheim, dem Bürgermeisteramt,
dem Landrat, den Mitgliedern des Warriors Martial Arts Team e.V., dem
www.kampfkunst-board.info, vor allem aber meiner Familie und meiner Frau
Sandra meinen herzlichsten Dank aussprechen. Ohne Euch ginge es nicht.
Bleibt der Sache treu!
Euer
Weihnachtskann
Heroldsbach, den 29.09.2008
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